Apr 08 2010

Intervew mit Tobias Knoof Nr 1

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Auf den Marketingblog wurde ein interessantes Interview mit einem der erfolgreichsten deutschen Internetmarketer, Tobis Knoof, der zur Zeit eine der grössten deutschen viralen Marketingkampagnen startet, veröffentlicht, dass ich meinen Lesen nicht vorenthalten möchte.

“Ich weiß nicht, wie klar man es noch ausdrücken muss, dass praktisch jeder die Chance hat, auf lukrative Art und Weise von zu Hause aus Informationen im Internet zu verkaufen…”
Ein Gespräch mit Tobias Knoof - Gründer von Digitale-Infoprodukte.de

Besserwerberblog: Herr Knoof, auf Ihrer Seite Digitale-Infoprodukte.de geht es vornehmlich um das Thema “Geld verdienen im Internet”. Dieser Kernsatz findet sich auf gefühlten Zilliarden von Webseiten. Die meisten davon verdienen vieles, nur eben kein Geld. Warum sollte man sich auf Ihr Informationsangebot einlassen?

Tobias Knoof: Eine gute Frage, denn es gibt tatsächlich massig Webseiten, welche das Geld verdienen im Internet versprechen, ob nun mit Paidmailern, Newsletter lesen, Banner klicken, Poker, Roulette oder auch Online-Marketing. Doch ich glaube, ich verrate nichts neues, wenn ich sage, dass das Potential zum Geld verdienen im Internet gerade mit Informationsprodukten wirklich gewaltig ist.

Man muss sich nur mal folgende Zahlen vor Augen führen: Wir leben gegenwärtig in einer Revolution, der Informationsrevolution. Unübersehbar ist, wir schwimmen in Informationen. Es gibt mittlerweile Milliarden von Webseiten, Millionen von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Ebooks, Hörbüchern, Podcasts, Feeds, Videos, Blogs, Dokumente und sonstige Informationen.

Nahezu 100 Milliarden Emails werden täglich weltweit versandt. Jeden Tag kommen über 70 Millionen neue Webseiten im Internet hinzu. Insgesamt gibt es bereits mehr als 60 Milliarden einzelne Webseiten, verteilt auf 130 Millionen Domains. Hunderttausende von Terabytes werden täglich im Internet an Daten getauscht. Allein Google erzeugt einen Traffic von 50.000 Terabyte Daten pro Tag! Das sind 50 Millionen Gigabyte! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Insider schätzen, dass das sogenannte Deepweb, also Seiten die noch gar nicht indexiert wurden oder nicht indexiert werden wollen, mindestens 5-10 mal größer ist. Dazu kommen weltweit Millionen von Forschern, Entdeckern, Erfindern, Wissenschaftlern, Autoren, Texter und Wissensarbeiter, welche aus vorhandenen Informationen durch Kombination und Kreativität neues Wissen schaffen. Diese ganzen Daten werden zum größten Teil von Menschen erzeugt, welche das Internet nutzen, also knapp einem Drittel der Weltbevölkerung.

Bis 2015 sollen laut WSIS (Weltgipfel zur Informationsgesellschaft) jedoch 50% der Menschheit Online sein. Wenn man nun noch das implizite Wissen jedes einzelnen Menschen hinzurechnet, also das Wissen, was im Kopf steckt und welches man durch Kommunikation, Gedankenaustausch und neue Technologien wie dem Internet an die “Oberfläche” bringen könnte, dann haben wir eine Menge an Informationen, welche geradezu unfassbar ist.

Ich weiß nicht, wie klar man es noch ausdrücken muss, dass praktisch jeder die Chance hat, auf lukrative Art und Weise von zu Hause aus Informationen im Internet zu verkaufen, und das fast ohne Kostenaufwand. Natürlich muss man das ganze erstmal lernen, wie es funktioniert, doch das muss ich als Bankkaufmann, Blumenzüchter, Automechaniker oder Physiotherapeut auch! Daher sehe ich es als durchaus sinnvoll an, sich mit den Inhalten von Digitale-Infoprodukte.de zu beschäftigen.


Auf Digitale-Infoprodukte.de bloggt Tobias Knoof über Digitale Informationsprodukte

Besserwerberblog: Verdienen Sie selbst mit Ihren Informationsangeboten, sei es nun Digitale-Infoprdukte.de oder auch Superlearn.de, Geld? Oder handeln Sie hier mehr altruistisch?

Tobias Knoof: Nun, edelmütig, freizügig und großherzig zu sein ist eine noble Geste. Und doch kann man nur für den eigenen Lebensunterhalt sorgen und weiter diese Gesten „an den Mann“ bringen, wenn das ganze Business finanziell läuft und abgesichert ist. Dies ist bei mir nicht anders, daher habe ich durchaus großes Interesse, meine Ideen und Projekte zu monetarisieren.

Mit Superlearn.de ist das alles andere als gut gelungen, daher ist diese Plattform auch nicht mehr online oder wird irgendwie fortgeführt. Es gibt ja diesen geflügelten Spruch: „Wer nicht wirbt, der stirbt.“. Bis zu einem gewissen Grad ist das natürlich richtig, denn man kann die am besten programmierte Webseite haben, die tollsten Produkte, das stylischste Webdesign und einen großartigen Support. Alles steht und fällt jedoch mit der Monetarisierung der eigenen Website. Daher ist Werbung natürlich immer wichtig. Als ich früher meine Existenz im Netz mit Superlearn.de startete, habe ich dies sehr stark unterschätzt.

Bei Digitale-Infoprodukte.de verdiene ich mittlerweile sehr gutes Geld, denn die Seite wird immer bekannter, erzeugt so mehr Traffic, sammelt so mehr Leads und über Autoresponder können die Leser dann regelmäßig mit informativen Beiträgen versorgt werden. Wenn man hier gute Arbeit leistet, erzielt man eine außergewöhlich hohe Zufriedenheit, Kundenbindung und Vertrauen, was sich immer in den Öffnungs- und Klickraten der Newsletter und Autoresponder wiederspiegelt.

Besserwerberblog: Sie haben, so heißt es in Ihrem Profil, autodidaktisch die Automatisierung von digitalen Geschäftsprozessen im Internet sowie zahlreiche Must-Have und Get-Rich-Quickly Produkte studiert. Sind Sie dabei a) quick rich geworden, und b) auf Produkte gestoßen, die automatisiert nachweislich Erfolg (auch monetär) bringen und vielleicht sogar das Leben leichter machen? Beispiele, bitte.

Tobias Knoof: Ja, seit einigen Jahren studiere ich sehr intensiv Webseiten aus der Infobranche, Infoprodukte und die Verkaufsmechanismen auf angeblich automatisierten Webseiten. Um den ersten Teil Ihrer Frage zu beantworten: „Schnell Reich“ gibt es nicht, da Erfolg und Reichtum nicht nur äußerlich in Form eines sinnvollen Geschäftsmodells aufgebaut werden, sondern innerlich auch mitwachsen und mitreifen muss. Wobei man hier auch etwas unterscheiden kann…

Wenn ein erfolgreicher Webmaster mit einer gut gepflegten 30.000 Mann-Emailliste in seiner Emailsoftware auf´s Knöpfchen drückt, können tatsächlich binnen kürzester Zeit, z.B. 24h Zehntausende Euro umgesetzt werden. Arbeitet man mit Prelaunch-Szenarien können sich die Umsätze noch gravierender auswirken. Für Einsteiger ist dies aber nicht realistisch, weil sie nicht die Strukturen haben, nicht das Standing, das Branding, die Bekanntheit, das ausgereifte Produkt usw. Für einen Webmaster, welcher schon lange am Markt ist und all diese Dinge „erfüllt“ ist es absolut realistisch, solche Zahlen zu erreichen, zumindest sind das meine Erfahrungen aus der Infobranche.

Eine der größten Erkenntnisse, welche ich aus dem autodidaktischen Lernen dieser Geschäftsprozesse gewonnen habe ist eine, welche praktisch von 95% oder mehr aller angehenden Infomarketer und Webmaster komplett entgegengesetzt gemacht wird. Leider bleiben dadurch erhebliche Gewinne liegen, ja werden nicht mal iniziiert. Und genau deswegen fällt es den meisten Leuten garnicht auf. Die meisten Webmaster, welche Informationen verkaufen, nutzen eine Verkaufsseite mit einem Paypal-Button. User kommen auf diese Seite, klicken auf den Paypal-Button, gelangen zu Paypal, bezahlen und werden anschließend auf die eigene Downloadseite zurück geleitet, wo der User den soeben bezahlten Artikel downloaden kann. Diesen „Verkaufsflow“ nutzen mindestens 95% aller Webmaster, doch er ist meiner Ansicht nach nicht wirklich sinnvoll.

Die amerikanischen Verkaufstrichter, welche ich hauptsächlich analysiert habe, funktionieren komplett anders. Sie generieren nicht nur sehr viel höhere Umsätze mit der selben Anzahl von Kunden, sie generieren auch noch neuen Traffic, sammeln Leads, machen alle Kunden zu Affiliates und bieten diesen umfangreiche Werbemittel an. Meist beginnen diese Verkaufstrichter auch nicht mit einer klassischen Verkaufsseite sondern mit einer kleinen Videopage, also einer Seite, auf welcher ein hochwertiges Freebie, welches im Video vorgestellt wird, gegen die Emailadresse und den Vornamen des Kunden verschenkt wird.

Besserwerberblog: Sie bieten auch Gratis Checklisten für den Erfolg im Internet an. Meine Mutter hat immer gesagt “Was nichts kostet, ist auch nichts.” Wie überzeugen Sie meine Mutter und auch ihren Sohn vom Gehalt Ihrer Checklisten?

Tobias Knoof: (lacht) Nun ich glaube, Ihre Mutter ist nicht so ganz meine Zielgruppe, aber versuchen können wir es ja mal! Dokumente können mit verschiedensten Methoden und in den unterschiedlichsten
Formaten angeboten werden. Beispielsweise könnte man Videos oder Podcasts transkribieren und als PDF-Files kostenlos anbieten. Diese Freebies könnten genauso Grafiken, Software-Tools, Applikationen, Ebooks, PowerPoint-Präsentationen, Screencapture-Videos oder Checklisten sein. Fakt ist: Freebies sind eines der stärksten Marketing-Instrumente überhaupt, um Traffic auf die eigenen Seiten zu leiten und User in Kunden umzuwandeln! Und Dokumenten-Marketing ist definitiv das am wenigsten benutzte Marketingformat.

Dabei ist das Anbieten von gratis Produkten schon immer eines der besten Lockmittel gewesen, um Kunden zu gewinnen! Dies ist im Informationszeitalter nicht anders, außer das statt physischer Warenproben digitale Informationsproben verteilt werden. Und diese sollten es in sich haben, denn nützen die neuen Informationen dem Leser nichts, wird er kein Geld für noch mehr Informationen dieser Art ausgeben. Man sollte daher Freebies als Arbeitsproben verstehen, welche den Interessenten einen Einblick in die Qualität der Informationen gibt.

Aber ich verstehe schon Ihren „Wink mit dem Zaunspfahl“ und es ist schon so, das ein geringer Preis mit geringer Qualität assoziiert wird. Das muss überhaupt nicht so sein, aber es ist im Marketing und in der Psychologie ein bekannter menschlicher „Trigger“. Nach den Erfahrungen viele Marketer und Webmaster ist es trotzdem so, dass Freebies wie gratis Ebooks oder Checklisten, eine der besten Werbemethoden sind. Man denke nur an den Unterschied der Klickraten bei Adwords-Anzeigen, wenn sie Freebies bewerben oder an die Öffnungsraten von Newslettern, wenn kostenlose Dinge angeboten werden. Diese Zahlen sind meist erheblich besser und keine Ausnahmen. Chris Anderson, der Autor von „The Longtail – Der lange Schwanz“ hat zu diesem Thema vor ein paar Wochen ein herausragendes Buch mit dem Titel „Free – Kostenlos“ veröffentlicht. Wer es liest, wird verstehen, das die Geschäftsmodelle der Zukunft anders aussehen, und gerade im Internet anders funktionieren werden als bisher.

Besserwerberblog: Müssten solche Checklisten, in Anbetracht der rasanten Entwicklung im Netz, nicht mehr oder weniger täglich aktualisiert werden? Oder anders gefragt: Sind solche Checklisten nicht viel zu wenig 2.0?

Tobias Knoof: Nein, nicht unbedingt. Mir ist durchaus bewusst, das wir in einer sehr schnelllebigen Zeit leben, täglich Unmengen von Informationen und Botschaften auf uns einprasseln, aber auch das Informationen schnell an Wert und Aktualität verlieren können. Dies betrifft jedoch nur News oder Neuigkeiten, welche über die Massenmedien verteilt werden. Nicht alle Informationen müssen daher andauernd aktualisiert und optimiert werden.

Die Checklisten sind bewusst so angelegt, das sie eben auch noch nach längerer Zeit hilfreich sind und den Nutzer dabei unterstützen, die ersten Schritte im Online-Business ohne große Kosten, Stolperfallen und Umwege zu gehen. Denn bestimmte Dinge, gerade beim Aufbau von Online-Geschäften, sind immer wieder gleich.

Die Checklisten führen durch den gesamten Prozess, den jeder Einsteiger durchlaufen muss. Von der ersten Idee bis hin zum fertigen, gewinnbringenden Online-Business. Alle Schritte sind in logischer Reihenfolge aufgebaut. Man kann zudem einen Schritt nach dem anderen abhaken, wenn er erledigt ist, und sofort zum nächsten übergehen. Sehr hilfreich, und in dieser Form sicher einzigartig.

Besserwerberblog: Gibt es aus Ihrer Sicht Automatisierungsprozesse, denen bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde und zu denen Sie den Lesern dieses Interviews ganz dringend raten würden?

Tobias Knoof: Ja gibt es! Besonders die Kombination von Wordpress und Aweber ist mir auf automatisierten Webseiten immer wieder aufgefallen. Diese Mechanismen habe ich mir bei Digitale-Infoprodukte.de natürlich auch aufgebaut und sie funktionieren hervorragend. Das einzige was ich im Prinzip auf meiner Seite noch mache, ist das schreiben von hochwertigen Blogposts. Diese werden in die Auto-Veröffentlichungs-Liste gepostet, so dass jede Woche 1 bis 2 neue Posts automatisch veröffentlicht werden. Vorgeschrieben habe ich Fachartikel teilweise bis zu einem halben Jahr.

Wird nun ein neuer Post im Blog veröffentlicht, sendet aWeber einen Newsletter zu diesem Post automatisch an die komplette Website, da von Aweber der RSS-Feed des Blogs geparst wird. Sobald sich dieser aktualisiert, wird das Mailing ausgelöst. Auch bei Twitter, Facebook etc. wird der Post automatisch veröffentlicht. Man bedenke auch die zahlreichen RSS-Verzeichnisse, in welchen ich den RSS-Feed von Digitale-Infoprodukte.de eingepflegt habe. Die Inhalte der RSS-Verzeichnisse aktualisieren sich auch automatisch, und damit die RSS-Abos in den Newsreadern, Feedreadern oder syndizierten RSS-Feeds auf anderen Seiten.

Nur diese geschilderten Zusammenhänge bewirken eine Menge in Sachen Online-Marketing und Traffic. Auch sind bei aWeber bereits an die 50 Autoresponder eingepflegt, welche wöchentlich versendet werden. All das ermöglicht es mir einen Großteil des Online-Business praktisch völlig autark laufen zu lassen und ohne mein Zutun erreiche ich faktisch die selben Umsätze und Trafficzahlen, und zwar für genau so lange, wie ich Inhalte im Blog vorgeschrieben habe. Die ganze Maschine wird durch das veröffentlichen neuer Inhalte am Leben gehalten, und selbst die Erstellung der Inhalte könnte man noch per Outsourcing delegieren und sich einen Statusbericht pro Woche per Email zusenden lassen, welcher von einem weiteren virtuellen Assistenten gelesen werden könnte. Nur im Problemfall kann dieser dann einen per SMS informieren.

Mehr über Tobis Knoof finden Sie hier Logo von Digitale-Infoprodukte.de

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